Bestehend aus 2711 unterschiedlich hohen Betonstelen stellt das von Eisenmann entworfene Denkmal eine radikale Auseinandersetzung mit dem herkömmlichen Begriff des Denkmals dar und versucht, eine „Neue Idee der Erinnerung zu entwickeln“. „Es gibt kein Ziel, kein Ende, keinen Weg hinein oder heraus“, beschreibt Eisenman das Stelenfeld selbst. Der unterirdisch angelegte Ort der Information hat die Aufgabe, die abstrakte Form der Erinnerung, die das Mahnmal vermittelt, durch Aufklärung zu ergänzen. Vier Themenräume informieren die Besucher über die zu ehrenden Opfer des Naziregimes und die authentischen Stätten des Gedenkens. Durch die Darstellung exemplarischer Familiengeschichten, die durch den Holocaust geteilt und zerstört wurden und durch die Vorlesungen von Kurzbiographien verschollener und ermordeter Juden im Raum der Namen erfährt die Erinnerung eine sehr starke Personalisierung.
Die Erinnerung und der Kampf gegen das Vergessen des unvorstellbaren Geschehens in der deutschen Geschichte, welches während des zweiten Weltkrieges mehr als 6 Millionen Juden in Europa das Leben kostete sind die Ziele mit dem das deutsche Parlament den Beschluss zur Errichtung des Dankmales begründete. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreut darüber hinaus das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen und später das noch im Bau befindliche Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma. Einzelbesucher können an einer Öffentlichen Führung teilnehmen oder sich den Ort der Information durch eine Audioführung er- schließen. Besuchergruppen haben die Möglichkeit, über den Besucherservice vertiefende Führungen oder Workshops zu buchen.







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